Maria Königin

Seit 1920 gibt es eine eigene Betreuung der Katholiken in Bad Schwartau. Die Stadt gehörte zur Pfarrei Eutin, wurde aber zeitweilig von Lübeck, später auch von Travemünde aus betreut. Die Heiligen Messen wurden zunächst im Gymnasium, dann 20 Jahre lang alle 14 Tage im Schöffensaal des Amtsgerichts, nach 1945 in der evangelischen Siechenkapelle gefeiert. Als diese Kapelle wegen Baufälligkeit gesperrt wurde, fanden die Gottesdienste in der evangelischen Kirche zu Rensefeld statt. Ein schon 1938 erworbenes Haus in der Bahnhofstraße 21 konnte erst 1949 bezogen werden. Im 20 qm großen Kellerraum wurde eine Werktagskapelle für ca. 80 Personen eingerichtet, wo die Heilige Messe gefeiert wurde. 1955 konnte dann endlich nach den Plänen des Architekten Dr. Georg Lippsmeier aus Düsseldorf die Kirche Maria Königin – Maria Regina caeli et mundi – erbaut und am 04.12.1955 eingeweiht werden.

Ihre Bauform ist die einer Parabel, in deren Brennpunkt der Altar steht, welcher Reliquien des Heiligen Franziskus birgt. Über dem Altar befindet sich eine Lichtkuppel, die von vier Säulen getragen wird, welche auch für die vier Evangelisten stehen können. Von dieser Lichtkuppel weg führen strahlenförmig angeordnete Träger zur Außenwand der Kirche, sodass einerseits der Eindruck entsteht, dass sich das Licht im ganzen Kirchenraum verbreitet, andererseits aber auch, dass alles zum Licht hin ausgerichtet ist.

Seit 1995 ersetzt der Kampanile mit den vier Glocken, nach den Plänen von Manfred Raddatz aus Bad Schwartau erbaut, einen provisorischen Holzturm auf dem Gelände. Seit dem 21.09.2018 steht die Kirche Maria Königin unter Denkmalschutz.

Zum Einzugsgebiet der Gemeinde Maria Königin gehören die Ortschaften Sereetz, Ratekau, Warnsdorf, Haeven, Techau, Pansdorf und Groß Parin.